Dr. Burkei Internist Kaiserslautern

Koloskopie

 Was ist unter einer Darmspiegelung zu verstehen?

Bei der Darmspiegelung untersuche ich mit einem sogennannten Endoskop den gesamten Dickdarm und kann häufig auch noch die letzten 10-15 cm des Dünndarms (das terminale Ileum) einsehen.Vor Beginn der Untersuchung erhalten Sie in unserem Vorbereitungsraum eine spezielle Einmal-Untersuchungshose und dort wird Ihnen auch eine kleine Verweilkanüle in eine Armvene gelegt,um während der Untersuchung das Kurznarkosemittel verabreichen zu können. 

Die Darmspiegelung dauert normalerweise nur etwa 20-30 Minuten. Sollten Polypen entfernt werden , kann sich diese Zeit verlängern.

Um die Untersuchung durchführen zu können, muss der Darm zunächst gereinigt werden. Verzichten Sie ab etwa fünf Tage vor der Untersuchung auf Körner (Müsli etc.), Vollkornbrot und Obstkerne. Weißbrot, Toast oder Graubrot darf gegessen werden. In der Regel sehen wir Sie einige Tage bis Wochen vor der geplanten Untersuchung zum Vorgespräch in der Praxis. Dabei erhalten Sie von uns ein Rezept bzw.die Trinklösungen zur Darmreinigung mit nach Hause und wir entnehmen Ihnen Blut zur Bestimmung des Blutbildes und der Gerinnungswerte.

Den Ablauf der Untersuchung und die Einnahme der Mittel erklären wir Ihnen detailliert und besprechen ggf. vorhandene Risiken mit Ihnen.

Eine Koloskopie lässt sich zeitlich nicht exakt planen, da die Bedingungen einer Darmspiegelung bei jedem Patienten unterschiedlich sind ( Länge des Darmes,Schlingenbildung,Verengungen,etc.) ,so daß der Zeitaufwand sehr unterschiedlich ist.Da wir Sie aber sorgfältig untersuchen wollen, bitten wir Sie um Verständnis für Verzögerungen im Zeitplan an diesen wichtigen Terminen.

Wir vermeiden es nach Möglichkeit, bei schwierigen Untersuchungen und notwendigen Polypentfernungen die Patienten dafür ein zweites Mal kommen zu lassen (mit nochmaliger Vorbereitung etc.). 

Muss ich für eine Darmspiegelung betäubt (sediert) werden?

In der Regel führen wir die Untersuchung mit einer sogenannten Kurznarkose durch. Der Patient schläft während der Untersuchung und ist entspannt. Im Anschluss kann er sich in der Praxis im Ruheraum noch etwas ausruhen.

Unsere Patienten werden während der Untersuchung ständig monitorüberwacht. Dabei werden Sauerstoffsättigung, Herzfrequenz und Blutdruck fortlaufend gemessen.

Wir untersuchen bei sedierten Patienten grundsätzlich mit doppeltem Assistenzpersonal, welches  speziell für die Narkose während der Endoskopie zertifiziert geschult ist.

Wenn Sie eine Sedierung erhalten, dürfen Sie aus rechtlichen Gründen 24 Stunden nach der Beruhigungsspritze nicht selbst Auto fahren, nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen sowie keine gefährlichen Arbeiten (z.B. Arbeiten mit der Motorsäge etc.) ausführen und müssen sich zwingend direkt aus der Praxis abholen lassen. Wir verwenden die Medikamente Propofol und/oder Midazolam für die Sedierung in einer niedrigen Dosis, so dass der Patient in einen schlafähnlichen Zustand versetzt wird.

Auf Patientenwunsch kann die Darmspiegelung natürlich auch ohne Beruhigungsspritze durchgeführt werden. Sie spüren dann allerdings manchmal etwas unangenehm die Luft, die ich  mit dem Gerät in den Darm hineinblasen muß. Ich tue dies, damit sich der Darm entfaltet und man auch hinter die Falten blicken und auch z.B. versteckt sitzende Polypen entdecken kann. Manchmal spüren Sie auch das Gerät, wenn es um die Kurven geführt wird, und manchmal muss auch von außen auf den Bauch etwas Druck ausgeübt werden, um das Gerät führen zu können. Trotzdem ist in geübter Hand die Darmspiegelung auch ohne Verabreichung einer Betäubung nur wenig schmerzhaft.

Essen und Trinken ist etwa eine halbe Stunde nach der Untersuchung wieder möglich.

Sie bekommen von uns Tee und einen kleinen Imbiß nach der Untersuchung, wenn Sie wieder wach sind.

Ablauf einer Darmspiegelung

Das Koloskop ist ein flexibles,im Durchmesser ca. 1 cm messendes schlauchförmiges Instrument ,das vorsichtig unter Sichtkontrolle durch den 80-120 cm langen Dickdarm bis in den Endabschnitt des Dünndarms eingeführt wird. 

Während der Darmspiegelung kann es zu einem Blähungsgefühl kommen. Der Darm wird zur vollständigen Beurteilung mittels Luft, die eingeblasen wird, entfaltet.

Auffällige Befunde im Rahmen der Untersuchung werden durch Entnahme von Gewebeproben weiter untersucht. Diese Entnahme ist auch bei der Abklärung von Durchfallerkrankungen mitunter erforderlich, schmerzfrei und unbedenklich.

Sind Polypen vorhanden, werden diese in der Regel sofort bei der Darmspiegelung abgetragen.

Unsere Instrumente zur Entnahme von Gewebeproben und z.B. Abtragung von Polypen sind Einwegmaterialien und gewährleisten somit größtmögliche hygienische Sicherheit.

Nur in seltenen Fällen - bei sehr großen Polypen oder ungünstiger Lage im Darm - ist manchmal eine spätere elektive Polypentfernung unter stationären Bedingungen im Krankenhaus notwendig.

Nach der Untersuchung kann der Patient in der Regel sofort wieder essen und trinken.

Vorsichtsmaßnahmen bei veränderter Blutgerinnung

Falls Sie eine Blutgerinnungsstörung haben (z.B. ein v. Willebrand-Jürgens-Syndrom oder eine Hämophilie o.ä.) oder gerinnungshemmende Medikamente wie Aspirin (ASS/Acetylsalicylsäure), aber auch Diclofenac, Ibuprofen o.ä., Vitamin-K-Antagonisten (Marcumar®) oder Clopidogrel (Plavix®/Iscover®) einnehmen, besprechen Sie bitte das Vorgehen rechtzeitig vor der Untersuchung mit uns und Ihrem betreuenden Hausarzt / Hausärztin. 

Welche Erkrankungen können mit einer Darmspiegelung festgestellt werden?

Mit einer Darmspiegelung können entzündliche Erkrankungen des Dickdarms (Colon) und des terminalen Ileums (d.h. des letzten Endes vom Dünndarm) festgestellt werden, außerdem Divertikel (Ausstülpungen der Darmwand nach außen), Polypen (gutartige Gewächse) und bösartige Tumoren im Dickdarm. Es können zur Diagnostik Gewebeproben entnommen und Polypen gleich während der Koloskopie abgetragen werden.

Im Rahmen der Darmspiegelung wird auch der Enddarm und der Darmausgang untersucht, wobei z.B. Hämorrhoiden diagnostiziert werden können.

Vorsorgekoloskopie

Ein besonderes Augenmerk möchte ich  auf die Krebsvorsorge und -früherkennung richten.

Darmkrebs gehört heutzutage zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Männern und Frauen. Darmkrebs macht tückischerweise im Frühstadium in der Regel noch keine Beschwerden. Die meisten Darmkrebserkrankungen entwickeln sich aus schon länger im Darm vor sich hinwachsenden Polypen.

Polypen sind primär gutartige Gewächse, die in allen Abschnitten des Dickdarms (ganz selten auch im Dünndarm und im Magen) entstehen können und aus denen sich über Jahre hinweg ein bösartiger Tumor entwickeln kann. Dickdarmpolypen sind eine häufige Erkrankung.

Die Vorsorgekoloskopie ist eine effektive Maßnahme zur Verhinderung der Entstehung und zur Früherkennung von Darmkrebs.

Bei der Vorsorgekoloskopie werden Darmpolypen entdeckt und gleichzeitig abgetragen (d.h. mit der Zange oder mit der Schlinge entfernt), so dass sie nicht mehr weiterwachsen und sich zum Darmkrebs entwickeln können.

Auch wenn sich schon ein Krebs entwickelt haben sollte, besteht im Rahmen einer Vorsorgekoloskopie bei einem symptomfreien Patienten die Chance, den Krebs bereits in einem sehr frühen Stadium zu entdecken, so dass sehr gute Heilungschancen bestehen.

Eine Vorsorgekoloskopie wird ab dem 55. Lebensjahr empfohlen, bei familiärer Belastung (d.h. gehäuften Darmkrebserkrankungen in der Familie und/oder Darmkrebserkrankung bei erstgradigen Verwandten und/oder Darmkrebserkrankungen bei Verwandten in jüngerem Lebensalter) auch schon eher.

Endoskopische Nachsorge nach Therapie von Darmtumoren

Wir führen auch die im Rahmen der mehrjährigen Tumornachsorge nach OP und ggf. Strahlen-/Chemotherapie von Darmtumoren erforderlichen endoskopischen Nachsorgeuntersuchungen durch.


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